Gegenwind 174

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Okt 312001
 

Wessen Welt....

Wofür kämpfen die Vereinigten Staaten in Afghanistan?

174 titelbild

Der Mensch wird im Krieg zur Nebensache.

Inhalt
● Die „Soziale Stadt“ zieht sich wieder einmal wie ein roter Faden durch diese Ausgabe. Wir berichten über eine Veranstaltung der CDU, aktuelle Informationen aus dem Stadtplanungsamt und wir berichten darüber, wie der Stadtteil Bant sich selbst aus dem Dreck ziehen kann.
● Terroranschläge in den USA und der Krieg in Afghanistan: Wir stellen die Frage nach den Ursachen des Terrorismus und fordern ein Ende der waffenstarrenden Politik der Industrienationen.
● Nazi-Aufmarsch in Oldenburg – Ein Bericht über den Widerstand gegen den Aufmarsch (aus Oldenburger Stachel)
● Der JadeWeserPort fehlt natürlich auch in diesem Gegenwind nicht. Thema im November: Die Konkurrenz der deutschen Häfen untereinander.
● Steht Radio Jade vor dem Aus? Welche Stadt, welcher Landkreis kann sich schon damit schmücken, über einen eigenen Sender zu verfügen? Die Politiker unserer Region wollen nicht sehen, was für ein unbezahlbarer Standortvorteil ein regionales Radio sein könnte – darum gibt’s auch kein Geld. Ein Einblick ins Innere des Küstenfunks.
● Welche Rechte hat ein Mieter – eine Frage, die wir in Zusammenhang mit der Asbest-Belastung des City-Hauses stellen.
● Was ist los bei der Müllabfuhr? Abends um sechs donnern noch die müllschluckenden Ungetüme durch die Wohnviertel. Wir haben uns umgehört.
● Es gibt Leser, die über unsere Leser meckern und Leser, die über unsere Berichterstattung meckern: Leserbriefe!
● Leserbriefe an die WZ sind ja immer ein Risiko – hier ein Beispiel dafür, was die WZ aus einem Leserbrief macht.
● Georg Büchners Leonce und Lena auf der Landesbühne: Darf ein Regisseur aus einer Bombe ein Luftgewehr machen?
● In diesem Gegenwind finden Sie neben den obligatorischen Nachrichten (Wendepunkt, Call-Center MSN, Wilhelmshavener helfen, CDU-Bant) auch einen Brief von unserer Wilma.

Die Druckausgabe: Gegenwind 174

Okt 312001
 

Wessen Welt ist die Welt?

Der Krieg in Afghanistan ist mehr als nur ein Kampf gegen den Terrorismus

(red) Regelmäßig gibt es Anlässe, die die Gegenwind-Redaktion dazu bringen, ihren obersten Grundsatz der strikten Lokalbezogenheit ihrer Berichterstattung zu verletzen. Auch diesmal ist es wieder ein negativer Anlass, der uns zur Kommentierung von Weltereignissen veranlasst. Wir glauben, dass es unsere Pflicht ist, unsere Sicht der Welt nach dem 11. September 2001 unseren LeserInnen darzustellen. Wir befinden uns in einer Situation, die der des Jugoslawien-Krieges in vielen Bereichen sehr ähnlich ist: Die Presse in Deutschland hat sich selbst gleichgeschaltet – nur wenige Zeitschriften und Fernsehsendungen lassen noch Raum für eine kritische Betrachtungsweise der Vorkommnisse und Handlungen.

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Okt 312001
 

Der Schock über die brutalen Anschläge von New York und Washington steckt uns allen immer noch in den Knochen. Über 5.000 Menschen wurden ermordet. Trauer und Unglaube überwogen tagelang alle anderen Gefühle.
Doch dann mischten sich Trauer und Unglauben mit Fassungslosigkeit über die Reaktionen der Regierenden in den USA, in der NATO und in Deutschland.

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Okt 312001
 

Es kann losgehen

Der Umbau der Südstadt zu einer sozialen Stadt kann beginnen

(hk) Die Gelder für das Förderprogramm Soziale Stadt liegen abrufbereit bei der Landesregierung. Das teilte uns der Leiter des Stadtplanungsamtes, Michael Witt, in einem Gespräch mit. Und in den Schubladen des Amtes liegen auch schon die Pläne für die Durchführung der ersten Maßnahmen. Als erstes Projekt soll wohl die Umgestaltung des Banter Markts zu einem Stadtteilzentrum in Angriff genommen werden.

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Okt 312001
 

Der Verein „Wendepunkt“,

ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe, ist neben anderen Aufgaben schwerpunktmäßig für die Sozialpädagogische Familienhilfe in Wilhelmshaven zuständig. Dieser Verein hat jetzt seinen Rechenschaftsbericht für das Jahr 2000 vorgelegt. „Sozialpädagogische Familienhilfe ist ein Angebot nach § 31 Kinder- und Jugendhilfegesetz: Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, bei der Lösung von Konflikten und Krisen… Hilfe zur Selbsthilfe geben.“

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Okt 312001
 

Arbeitslos

werden in den nächsten Wochen zahlreiche Beschäftigte von MSN im TCN in Roffhausen. Das Call-Center verliert einen größeren Auftrag von T-Mobil und muss deswegen MitarbeiterInnen „freisetzen“.

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Okt 312001
 

Nazis machen kehrt!

Den folgenden Text haben wir der neuen Ausgabe des Oldenburger Stachel entnommen
Nazidemo 2

Oldenburger Naziaufmarsch wegen Widerstand abgebrochen

Für Samstag, den 27. September, 12.00 Uhr hatte die Oldenburger NPD einen Aufmarsch vom Bahnhofsviertel über den Lappan, Heiligengeist-, Theater- und Schloßwall mit Abschlußkundgebung auf dem Schloßplatz angemeldet. Als Redner hatte sich unter anderem der Hamburger Neofaschist Christian Worch angemeldet. Eine, wenn nicht die(!), Führerfigur der rechtsradikalen Kameradschaftsszene.

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Okt 312001
 

Zufrieden zeigten sich die Mitglieder „Initiative Bürgerversammlung“

über das Echo, das ihr Aufruf in der Bevölkerung fand. Die Anwesenden des ersten Treffens waren sich schnell darüber einig, dass Entscheidungen von Rat und Verwaltung oft überraschen, weil sie ohne Information der Bürger und erst recht ohne deren Beteiligung getroffen werden.

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Okt 312001
 

Die Neugestaltung des Banter Marktes

war Thema einer Veranstaltung des CDU-Ortsvereins Bant, zu der Carsten Dietz, CDU-Ortsratvorsitzender und Mitglied des Rates der Stadt, CDU-Mitglieder und Gäste eingeladen hatte. Ratsherr Möhle (CDU) trug erste Überlegungen der CDU Bant hinsichtlich zukünftiger Gestaltungsmöglichkeiten vor.

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Okt 312001
 

Das Wasser ist viel zu tief

Statt Deutscher Bucht AG zukünftig drei deutsche Tiefwasserhäfen weil Hamburg und Bremen nicht zusammen kommen?

(jm) Bekanntlich ist es dem Bremer Bürgermeister Henning Scherf gemeinsam mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Siegmar Gabriel am diesjährigen 30. März gelungen, dem scheidenden Hamburger Bürgermeister Ortwin Runde eine bedingte Zustimmung zum JadeWeserPort abzuringen.

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Okt 312001
 

Konturen gewonnen

Steht Radio Jade vor dem finanziellen K.O.?

(hk) Seit 4 Jahren versorgt Radio Jade Wilhelmshaven und Friesland mit Informationen. Doch die Städte und Kommunen sehen keinen Grund, den Sender zu unterstützen. Wir sprachen mit dem Redaktionsleiter Michael Diers über die Zukunft des Senders.

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Okt 312001
 

„Multi-Kulti“ im Stadtteil Bant

Ausländerfest wieder auf dem Banter Markt

(ub) „Zeichen setzen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ wollten die Veranstalter der interkulturellen Woche. Eine wichtige, aber bisweilen schwierige Aufgabe in Zeiten von Terror und Krieg. Um so erfreulicher die Resonanz auf ein gelungenes multikulturelles Fest im Rahmen der interkulturellen Woche. Viel Zulauf nicht nur von den Bewohnerinnen Bants und Zustimmung und lobende Worte von vielen Seiten, nur die WZ fand ein Haar in der Suppe.

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Okt 312001
 

Schubladenpolitik

Der Personalrat der Stadt deckte auf: Asbest im City-Haus. Für die Verwaltung war’s ein alter Hut!

(hk) Über ein halbes Jahr schlummerte ein brisantes Gutachten mit dem Titel „Katastermäßige Erfassung asbesthaltiger Baumaterialien mit Bewertung der Sanierungsdringlichkeit“, erstellt vom TÜV Süddeutschland im Auftrag der „Eigentümergemeinschaft Cityhaus“, in den Schubladen des Bauordnungsamtes. Erst auf Drängen des Personalrat wurde diesem das Gutachten Mitte Oktober vorgelegt, und kurze Zeit später informierte er die Beschäftigten mit einem Informationsblatt.

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Okt 312001
 

Länger arbeiten = mehr Freizeit?

Neues Arbeitszeitmodell bei der Müllabfuhr

(ub) Die Abfallbeseitigung der privaten Haushalte durch die städtische Abfallentsorgung wurde verändert. Die sogenannten „grauen“ und „braunen“ Tonnen werden jetzt 14tägig am jeweils selben Tag geleert. Für den Bürger wird’s einfacher, denn der Abholrhythmus der Abfallbehälter bleibt gleich, man muss sich aber nicht mehr merken, wann welche Tonne dran ist. Für die Beschäftigten der Abfallbeseitigung wurde dazu ein neues Arbeitszeitmodell erarbeitet. Der Gegenwind wollte näheres wissen und sprach mit dem Personalratsvorsitzenden der städtischen Abfallbeseitigung, Detlef Schue.

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